Als wir diese Woche einen Podcast mit Professor Dr. Franz J. Neyer aufgenommen haben, ging es nicht nur um das Studium - es ging um Ver?nderung. Um das, was passiert, wenn man alles hinter sich l?sst, neu anf?ngt, und pl?tzlich mitten in einem Psychologieh?rsaal in Jena sitzt. Zwischen Fachbegriffen, offenen Fragen und Hunderten von Seiten Pflichtliteratur.
Ich studiere im zweiten Semester Psychologie an der Universit?t Jena - und wenn ich eines ganz schnell gelernt habe, dann das: Das Studium ist wundersch?n. Und es ist intensiv. Es fordert alles: Kopf, Herz, Zeit und manchmal auch Nerven.
Psychologie in Deutschland zu studieren bedeutet nicht nur, gute Noten zu haben. Es bedeutet, auf Deutsch komplexe Theorien zu lesen, auf Englisch aktuelle Studien zu verstehen und dazwischen die eigenen Gedanken zu sortieren. Es bedeutet, sich die Inhalte aktiv zu erarbeiten - manchmal stundenlang, manchmal mit Frust, aber fast immer mit dem Gefühl, danach etwas wirklich verstanden zu haben. Und, mit der Zeit, mit absoluter Faszination von jedem Tag in diesem besonders Pers?nlichkeits-pr?genden Studiengang.
In Jena ist das Besondere, dass man dabei nicht untergeht. Es ist keine anonyme Gro?stadt-Uni. Man hat N?he zu Lehrenden, echte Gespr?che, und manchmal - so wie in meiner letzten Podcastfolge - auch die Chance, mit einem Professor über pers?nliche Entwicklung zu sprechen. Prof. Neyer betonte sinngem??, dass genau solche Umstellungen wie ein Auslandsstudium die Pers?nlichkeit formen, st?rken und stabilisieren. Die Herausforderungen, die damit einhergehen, müssten nicht schw?chen und brechen, sondern, am Ende, festigen.
Was ich euch, internationalen Studierenden, pers?nlich mitgeben m?chte?
- Findet eure eigene Lernmethode – schnell.
- Wartet nicht, bis euch jemand erkl?rt, wie ihr euch organisieren sollt.
- Sprecht mit Kommiliton:innen.
- Fragt nach Hilfe, auch wenn es sich unangenehm anfühlt.
- Und vor allem: Traut euch.
Mehr Details zu diesen einzelnen Punkten h?rt ihr auch in meiner Podcastfolge zu diesem Thema, die unten verlinkt ist.
Die erste Prüfungsphase kommt schneller, als man denkt. Die ersten Zweifel auch. Aber was danach kommt - ist St?rke.
Das Psychologiestudium in Jena ist kein Spaziergang. Aber wenn du den Weg gehst, lernst du nicht nur etwas über andere Menschen - du lernst auch viel über dich selbst. Und das ist vielleicht die gr??te Belohnung.
Am Ende steht nicht ?berforderung, sondern Entwicklung. Und du bist nie allein auf diesem Weg!