Romanistik - Schwerpunkt Italienisch
Bachelor of Arts, Kernfach im Mehrfach-?Bachelor- Philosophische Fakult?t
je 4 SWS, Corso di base I (als Intensiv-Vorkurs im Okt.) und II, 1 Semester, Beginn Wintersemester
je 4 SWS, Corso intermedio I (als Intensiv-Vorkurs im M?rz/April) und II, 1 Semester, Beginn Sommersemester
je 4 SWS, Corso avanzato I und II, 2 Semester, Beginn Wintersemester
je 4 SWS, Corso di perfezionamento I und II, 2 Semester, Beginn Wintersemester
je 2 SWS, Corso superiore I und II, 2 Semester, Beginn Wintersemester
2 SWS, wechselndes Kursangebot zum H?rverstehen, zur Sprechfertigkeit sowie zur Schreib- und Lesekompetenz und zur ?bersetzungskompetenz
je 2 SWS, Einführung und spezielle Themen der Kulturstudien Italiens, 2 Semester, Beginn Sommersemester
2 SWS, wechselnde sprach- und literaturwissenschaftliche Themen, jedes Semester
Eine ?bersicht über alle aktuell angebotenen Sprachkurse und die M?glichkeit zur Anmeldung finden Sie in FriedolinExterner Link:?Vorlesungsverzeichnis > Veranstaltungen im Bereich Sprachen und Kulturen > Italienisch.
Das Italienische findet heute nicht nur in Italien, der Schweiz sowie in San Marino und der Vatikanstadt als Amtssprache Verwendung, sondern hat auch in Teilen Sloweniens und Kroatiens einen offiziellen Status. Zudem hat es sich durch verschiedene Auswanderungswellen innerhalb Europas, in Nord- und Südamerika sowie in Australien als Migrantensprache verbreitet. Mit ca. 65 Millionen Menschen, die das Italienische als Muttersprache sprechen, ist es die viertgr??te romanische Sprache nach dem Spanischen, Portugiesischen und Franz?sischen.
In der Vergangenheit spielte das Italienische nicht nur migrationsbedingt eine wichtige Rolle au?erhalb Italiens. Bedeutender als seine Pr?senz im ?stlichen Afrika w?hrend der Kolonialzeit waren dabei seine Verbreitung als Verkehrssprache im Mittelmeerraum vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit sowie seine Geltung als Kultursprache, die im Europa der Renaissance ihren H?hepunkt hatte und in bestimmten Bereichen bis heute anh?lt. Spuren der Verbreitung und des Prestiges des Italienischen finden sich im Wortschatz zahlreicher Sprachen – z.B. in den Bereichen Schifffahrt, Kunst, Architektur, Musik, Küche oder Finanzwesen.
Wie alle romanischen Sprachen geht auch das Italienische auf das Lateinische zurück. Erste Spuren des Italoromanischen finden sich in schriftlichen Zeugnissen aus dem Zeitraum zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert. Zun?chst entwickelten sich verschiedene italoromanische Idiome, die im Mittelalter parallel ausgebaut wurden und unter denen das Florentinische, die Sprache Dantes, Petrarcas und Boccaccios, eine besondere Geltung erlangte. Dieses wurde im 16. Jahrhundert zur überregionalen Literatursprache Italiens erhoben und bildet die Grundlage für das Standarditalienische. Dass dieses im Laufe der Zeit seinen archaischen Charakter verloren hat, ist u.a. dem Wirken von Literaten wie Alessandro Manzoni geschuldet, deren Ziel es war, das Italienische an den zeitgen?ssischen Sprachgebrauch anzupassen.
Als gesprochene Sprache konnte sich das Standarditalienische erst im 20. Jahrhundert wirklich fl?chendeckend verbreiten. Die Alphabetisierung, die Wehrplicht sowie die audiovisuellen Medien trugen dazu bei, dass weite Teile der Bev?lkerung Italiens erstmals mit dem Standard in 欧洲杯投注地址_明升体育-竞彩足球比分推荐 kamen. Noch heute zeichnet sich Italien jedoch durch eine Vielzahl von mehr oder weniger vitalen Dialekten aus. Selbst das gesprochene Italienisch weist bis heute je nach Gebiet oft noch Spuren der jeweiligen Dialekte auf und l?sst somit die regionale Identit?t der Sprecherinnen und Sprecher h?rbar werden.