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Ein Strand bei Concepción 45min mit dem Bus entfernt

Universidad de Concepción- Chile

Wintersemester 2025/26
Ein Strand bei Concepción 45min mit dem Bus entfernt
Foto: Joy, Uni Jena
  • Universidad de Concepción, Chile

Meldung vom:

Joy, Bachelor Soziologie

Mein Auslandssemester war für mich sehr bereichernd, aber auch mit vielen Herausforderungen verbunden. Ich hoffe mit meinen Eindrücken kann ich euch ein realistisches Bild von meinem Studium und Aufenthalt an der UdeC in Chile vermitteln und euch ein kleines bisschen darauf vorbereiten.

Im Vorfeld meines Auslandssemesters musste ich mich selbstverst?ndlich erstmal bei meiner Inlandsuniversit?t bewerben (bis Januar vor dem Aufenthalt für das Wintersemester) und im Anschluss bei der Auslandsuniversit?t (bis Juni vor dem Aufenthalt). Dadurch bekam ich erst Ende Juni die Best?tigung und muss Anfang August schon vor Ort sein, was die Planung sehr kurzfristig gestaltete.

Ausflug mit der Universit?t zur Laguna de la Laja am Vulkan Antuco im Schnee

Foto: Joy, Uni Jena

Aufgrund meiner jetzigen Erfahrungen, kann ich sagen, dass man zumindest für Concepción auch den Flug schon eher buchen kann, da es ausreichend Studienpl?tze gibt und die Preise sonst sehr teuer werden. Bezüglich des Visums: Ich habe ein Studierendenvisum beantragt, was sehr aufwendig und teuer war. Insbesondere kam es bei mir nicht rechtzeitig an, obwohl ich mit den Vorbereitungen bereits vor der Zusage der Universit?t begonnen habe. Als Fazit für andere Studierende: Das Touristenvisum reicht absolut aus, wenn man nur ein Semester bleibt. Dann kann man nach 90 Tagen entweder neu einreisen oder im Amt für Migration 100$ für die Verl?ngerung auf 180 Tage bezahlen. Behaltet unbedingt die Tajeta Unica, die ihr bei der Einreise bekommt und macht ein Foto davon. Falls man die verliert, kann man sie aber auch online nacherstellen lassen. Falls man l?nger als 6 Monate bleiben m?chte, braucht man das Studierendenvisum bis zu 2 Jahren, dafür sollte man am besten 3 Monate vor Abfahrt anfangen, da es lang dauert die (englischen/spanischen) Dokumente zu organisieren und ab Absendung online die Bearbeitung lange dauern kann (bei mir 7 Wochen). Meistens muss man daraufhin jedoch noch Dokumente nachreichen. Wenn man das Visum erst in Chile bekommt, muss man nochmal neu einreisen. Zu beachten ist insbesondere, dass das Führungszeugnis von der chilenischen Botschaft in Deutschland beglaubigt werden muss, also nicht von deutschen Beh?rden, was bei einigen Studierenden zu Verz?gerungen geführt hat.

Au?erdem muss organisiert werden: Auslandsreiseversicherung, Auslandsf?rderung, eigene WG untervermieten oder ausziehen und: die Wohnung im Ausland. Die Universit?t verschickt viele Websites zu, in denen man R?ume mieten kann. Meistens sind das dann Kontexte, in denen man mit mehreren Austauschsstudierenden gemeinsam wohnt. Es gibt aber auch Angebote von Chilen:innen. Insgesamt gibt es aber kein reges WG-Leben, wie man es vielleicht aus Deutschland kennt. Viele Studierende wohnen noch bei ihren Eltern und WG-Anzeigen bestehen meist nur aus wenigen S?tzen mit Preis, Lage und Anzahl der Wohnenden; für mich keine sch?ne Ausgangssituation, um mir einen Ort für ein halbes Jahr auszusuchen. Deswegen bin ich, wie auch manch andere, erstmal für 2 Wochen in ein Airbnb gezogen mit dem Vorhaben vor Ort besser einsch?tzen zu k?nnen, wie die Wohnungen sind. Ich hatte dann das Glück bei einer unglaublich sympathischen WG zu landen. Aber auch sonst gestaltet sich die WG-Suche vor Ort unproblematisch.

Der zentrale Turm auf dem Campus der UdeC

Foto: Joy, Uni Jena

Ich bin eine Woche vor Semesterbeginn angekommen. W?hrend dieser Woche begannen schon einige Veranstaltungen vom 欧洲杯投注地址_明升体育-竞彩足球比分推荐en Büro. Gestartet sind wir mit einer Einführungsveranstaltung im kleinen Kreis. Diese fand jeden Tag für zwei Wochen statt (auch w?hrend der ersten Semesterwoche), da wir insgesamt ca. 100 Austauschstudierende waren. Einmal sollte man daran teilnehmen. Eine weitere offizielle Begrü?ungsveranstaltung ist dann der Campusrundgang gewesen, bei dem wir im Anschluss noch gemeinsam ausgegangen sind und ein Stadtrundgang gemacht haben. Daneben organisieren auch die Studierenden der UdeC gemeinsame Treffen mit den Austauschstudierenden, so waren wir beispielsweise einen ganzen Tag am Strand mit kleiner Wanderung oder beim Basketball. Es entstanden schnell Whatsappgruppen, in denen viele gemeinsame Treffen zustande kamen. Ich finde, die UdeC hat das Ankommen wirklich sehr sch?n gestaltet, sodass man sich selten allein fühlt.

Concepción hat mir gut gefallen, besonders die Stra?enm?rkte und dass Concepción im Vergleich zu anderen Austauschst?dten so famili?r ist, dass man auch Kommiliton:innen oder Freund:innen auf der Stra?e wieder trifft. Der Campus der UdeC ist der Kern von Concepción (auch wenn es auf der Karte nicht den Eindruck erweckt) und sehr gro?, weil alle Fakult?ten an einem Ort sind. Er ist dort sehr grün, sodass man auch Familien antrifft oder Tanzgruppen üben sieht. Die Seminare dauern zweieinhalb Stunden und die Verst?ndlichkeit h?ngt sehr davon ab, wie schnell und/oder chilenisch Professor:innen reden. In zwei meiner Soziologieseminare konnte ich sehr viel verstehen, w?hrend ich ein anderes abbrechen musste. Die Materialien werden über die App Canva oder Infoda (im Intranet der Alumnos Udec Website) zur Verfügung gestellt. Die Seminare laufen im Grunde ?hnlich ab, wie ich es bisher kannte. Es gibt eine Powerpoint, Dozierende stellen zwischendurch Fragen. Es wird allerdings auch viel einfach so geantwortet, ohne sich zu melden, sodass es mehr einen Gespr?chscharakter auf Augenh?he hat. In der ersten Semesterwoche war eigentlich mit jedem Kurs irgendeine Ver?nderung verbunden: anderer Ort, l?nger als gedacht, Verknüpfung mit anderem Kurs etc.. So gab es noch viel Ver?nderung am Stundenplan, bis alles stand. Nach und vor den Seminaren war ich unterwegs mit neuen Menschen, hab Sportkurse besucht oder war in der Bibliothek. Die Studierenden sind oft sehr aufgeschlossen, binden einen schnell ein und helfen weiter. Das hat mir den Aufenthalt sehr versch?nert und erleichtert. Die Prüfungsleistungen sind auf das gesamte Semester verteilt, sodass man w?chentlich entweder einen Vortrag, eine Klausur oder eine Hausarbeitsabgabe hat. Insbesondere die Gruppenarbeiten waren sehr herausfordernd, haben aber zum Teil zu einem gro?en sozialen Lerneffekt geführt. Die Seminare fand ich sehr interessant, da sie neue, interdisziplin?re Perspektiven aufwerfen.

Ein Strand bei Concepción 45min mit dem Bus entfernt

Foto: Joy, Uni Jena

Für mich war vor allem der bürokratische Organisationsaufwand im Voraus und w?hrend des Aufenthalts unglaublich aufwendig. Das würde ich wirklich empfehlen zeitlich im Semester vorher und w?hrenddessen einzuplanen. Inhaltlich musste ich für Soziologie ca. 70 Seiten spanische Texte pro Seminarveranstaltung lesen, die sp?ter auch abgefragt wurden. Also sollte man nicht zu viele Veranstaltungen w?hlen. Prinzipiell finde ich 30 ECTS nicht umsetzbar, denn selbst 20 sind mir aufgrund der Sprache schon sehr schwergefallen. Instagram ist vor Ort ein Muss, jede Fakult?t, die Sportkurse, das IB, wirklich alles hat eine Instagramseite, die sehr viel bespielt wird und Infos rausgibt. Ansonsten hilft das Sekretariat und der:die Chef:in der Fakult?t bei studiumsbezogenen Problemen immer weiter, am besten direkt hingehen. Und auch mit den Professor:innen l?sst sich reden.

Abschlie?end kann ich sagen, dass ich das Auslandssemester in Chile jedem empfehlen kann. Auch wenn nicht alles immer einfach verlief, macht es doch gro?e Freude viele neue Menschen kennenzulernen, Spanisch zu sprechen und in einem ganz anderen Kontext zu studieren.