Altertumswissenschaften
Bachelor of Arts, Kernfach im Mehrfach-?Bachelor- Philosophische Fakult?t
6 SWS + 2 SWS Tutorium, jedes Wintersemester
achtt?giger Ferienkurs Latein in der vorlesungsfreien Zeit (M?rz)
6 SWS + 2 SWS Tutorium, jedes Sommersemester
Lektüreübungen verschiedener Autoren und Themen (auch sprachübergreifend) finden in der Regel jedes zweite Semester statt.
Eine ?bersicht über alle aktuell angebotenen Sprachkurse und die M?glichkeit zur Anmeldung finden Sie in Friedolin Externer LinkExterner Link:?Vorlesungsverzeichnis > Veranstaltungen im Bereich Sprachen und Kulturen > Latein.
Digitalisierung, Globalisierung, Feminismus, Mobilit?t, Extremismus, Koexistenz … ?schl?gt man die Zeitung auf, ist man von Lateinischem umgeben. Unz?hlige W?rter aus unserem Alltag wie Fenster, Stra?e, Keller und selbst das Radieschen haben ihren Ursprung im Lateinischen. Doch das ist m?glicherweise kein ausreichender Grund, Latein zu lernen. Darüber hinaus ist Latein die Sprache gro?er Denker, Dichter, Philosophen und Theologen der Antike, des Mittelalters und der Renaissance wie Cicero, Horaz, Seneca, Augustinus und Erasmus, auch aber Gelehrter der Neuzeit wie Newton und Leibniz. Ihr scharfer Geist und Verstand, aber auch ihre künstlerische F?higkeit haben dazu geführt, dass ihre Werke bis heute erhalten geblieben sind. Ihre Texte in ?ihrer“ – n?mlich der lateinischen - Sprache zu lesen hat vielfachen Sinn: Grundbefindlichkeiten menschlicher Existenz wahrzunehmen (Was macht mich als Menschen aus? Was brauche ich zum Glücklichsein?), historische Zusammenh?nge und ihre Deutungsmuster zu verstehen (Sind Kriege legitim? Welche gesellschaftlichen Konstellationen k?nnen einen (demokratischen) Staat in Gefahr bringen?), theologische Debatten, die zur Ausbildung heutiger Theologie und Kirche führten, zu begreifen (Wer ist Gott? Was glauben wir?) oder aber uns in einer Welt, die bisweilen zu Redundanz, Variabilit?t und Oberfl?chlichkeit neigt, auf den Weg zu machen zu Klugem, Best?ndigem, Bedeutsamem und Sch?nem. Kommen Sie mit!
Latein geh?rt zur indoeurop?ischen Sprachfamilie. Ursprünglich war Latein eine von mehreren in Italien gesprochenen Sprachen. Latein sprachen die Latiner, ein Volk, das im Gro?raum der heutigen Stadt Rom lebte (Landschaft Latium). Mit der Expansion der R?mer seit dem 4. Jahrhundert v.Chr. breitete sich auch das Lateinische weit über Latium und Italien aus und fasste im gesamten westlichen Mittelmeerraum, auf dem Balkan und in Gallien Fu?.
Die lateinische Sprache war im Laufe der Zeiten Ver?nderungen unterworfen. Früheste Zeugnisse in Form von Inschriften stammen aus dem 7. und 6. vorchristlichen Jahrhundert (Frühlatein), erste literarische Zeugnisse aus dem 3. Jahrhundert v.Chr. (Altlatein). Die Phase vom ersten Jahrhundert v.Chr. bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. gilt als der H?hepunkt und zukünftiger Ma?stab der lateinischen Sprache. Dieses ?klassische“ Latein Ciceros, Caesars oder Vergils war Literatur- und Bildungssprache der gebildeten R?mer. In ihrem Alltag, sozusagen ?auf der Stra?e“, sprachen die R?mer jedoch eine Volkssprache, die sich von der gehobenen Literatursprache schon sehr früh und in zunehmendem Ma?e unterschied (sog. Vulg?rlatein). Aus diesem Vulg?rlatein entwickelten sich ab dem Mittelalter die sog. romanischen Sprachen wie zum Beispiel Italienisch, Spanisch, Franz?sisch, die heute von mehreren Hundert Millionen Menschen auf der Welt gesprochen werden.
Das Wunder der Brotvermehrung (Relief Sarkophag, Vatikanische Museen, Rom)
Foto: Susanne Kochs
Fu?bodenmosaik im Eingangsbereich einer Villa in Pompeji (?Hu?te dich vor dem Hund!“)
Foto: Susanne Kochs
Petersdom am Abend
Foto: Susanne Kochs
Tu?r der Basilika Santa Sabina mit der a?ltesten Darstellung der Kreuzigung Jesu (Rom)
Foto: Susanne Kochs