- Wissenstransfer & Innovation
Meldung vom: | Verfasser/in: Ute Sch?nfelder
Die Friedrich-Schiller-Universit?t Jena ist vom 20. bis 24. April 2026 auf der Hannover Messe vertreten. Ihre Forschungs- und Transferprojekte zu nachhaltiger Wasseraufbereitung, grünem Wasserstoff, innovativen Energiespeichern und zur Digitalisierung kulturellen Erbes sind am Gemeinschaftsstand ?Forschung für die Zukunft? in Halle 11 (Stand B42) zu finden. Pr?sentiert werden fünf Projekte.
Neue Materialien für sauberes Wasser
Ein Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf neuen Technologien zur Entfernung von Schadstoffen aus Wasser. Forschende der Universit?t Jena arbeiten an regenerierbaren Adsorbern, die Nitrat- und Schwermetallionen gezielt binden k?nnen. Dazu werden por?se keramische Tr?germaterialien mit organischen Molekülen funktionalisiert. Die eingebrachten funktionellen Gruppen sorgen dafür, dass bestimmte Stoffe selektiv aus dem Wasser entfernt werden k?nnen. Im Unterschied zu konventionellen Adsorbern, die regelm??ig ausgetauscht und entsorgt werden müssen, lassen sich diese Materialien durch ?u?ere Reize wie UV-Licht oder pH-?nderungen regenerieren.
Ein weiterer Ansatz zur Beseitigung von Schadstoffen in Wasser ist die Pyrokatalyse. Die Forschergruppe ?PyreH2O? um Dr. Marcus Franke erforscht dieses Ph?nomen als neuartigen Ansatz zum Abbau von Mikroschadstoffen in Wasser.
L?sungen für ein nachhaltiges Wassermanagement
Auch das Thüringer Wasser-Innovationscluster (ThWIC) unter Leitung von Prof. Dr. Michael Stelter ist auf der Messe vertreten. Das von der Universit?t Jena mitinitiierte Zukunftscluster bündelt Forschung aus Wassertechnologie, Datenwissenschaft und Sozialforschung, um L?sungen für ein nachhaltiges Wassermanagement zu entwickeln.
Denn: Die Versorgung mit sauberem Wasser geh?rt zu den gr??ten gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Um Wasserknappheit und die damit verbundenen gesellschaftlichen Konfliktpotenziale zu vermeiden, sind technologische Innovationen wie neue Methoden der Wasserbehandlung oder smartes Wasser-Monitoring ebenso gefragt wie soziale Innovationen, z. B. neue Wasser-Nutzungsregimes oder Bewertungsverfahren.
Sonnenenergie besser für Wasserstoff nutzen
Im Bereich Energie pr?sentiert die Universit?t Jena mit dem Projekt ?PY-PHO-HYBRID-ENERGY for Solar-Water-Splitting? von Dr. Sebastian Engel einen neuartigen Ansatz zur effizienteren Nutzung von Sonnenenergie. Im Mittelpunkt stehen Hybridmembranen, die verschiedene Formen der solaren Energienutzung miteinander verbinden: W?hrend der langwellige Anteil des Sonnenspektrums ?hnlich wie in der Solarthermie zur W?rmeerzeugung genutzt wird, dient der kurzwellige Anteil der direkten Wasserstoffproduktion durch Solar-Water-Splitting. Damit soll der bislang übliche Umweg über die Kopplung von Photovoltaik und Elektrolyse vermieden werden. Die gespeicherte W?rmeenergie tr?gt zugleich dazu bei, die Effizienz des photokatalytischen Prozesses deutlich zu erh?hen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, den Gesamtwirkungsgrad der Sonnenenergienutzung einschlie?lich Wasserstoff als Langzeitspeicher auf mehr als 65 Prozent zu steigern.
Organische Batterien für die Energiewende
Auch in der Energieforschung zeigt die Universit?t Jena zukunftsweisende L?sungen. Vorgestellt werden Entwicklungen zu organischen Batterien, an denen Teams um Prof. Dr. Ulrich S. Schubert an der Friedrich-Schiller-Universit?t und am Helmholtz-Institut HIPOLE Jena arbeiten. Diese Energiespeicher basieren auf organischen Verbindungen und k?nnten knappe und giftige anorganische Elektrodenmaterialien teilweise ersetzen.
Die Materialien gelten als potenziell umweltvertr?glicher, sind leichter zu verarbeiten und mechanisch flexibel. Dadurch eignen sie sich sowohl für gro?e station?re Speicher, etwa für Solar- und Windparks, als auch für kleine, flexible Anwendungen in intelligenter Kleidung, Sensoren oder Verpackungen bzw. der Kombination mit organischen Solarzellen.
Kulturelles Erbe digital erschlie?en
Mit dem Projekt ?cultur3D? ist auf dem Stand auch ein Vorhaben vertreten, das die Digitalisierung kulturellen Erbes in den Blick nimmt. Die Thüringer Universit?ts- und Landesbibliothek Jena pr?sentiert unter der Leitung von Dr. Andreas Christoph gemeinsam mit dem Thüringer Kompetenzzentrum ThEX 3D-Technologien, mit denen Kulturobjekte digital erfasst, bearbeitet und vielseitig nutzbar gemacht werden k?nnen.
Diese Technologien schaffen neue M?glichkeiten für Museen, Bibliotheken und weitere Kultureinrichtungen. Kulturerbe kann damit nicht nur bewahrt, sondern auch für Forschung, Vermittlung und ?ffentlichkeit neu erschlossen werden.
Informationen zu allen Projekten gibt es auch unter: forschung-fuer-die-zukunft.de/hm2026.htmlExterner Link
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