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Prof. Dr. Dorothee D. Haroske

Copernicus-Preis in der Mathematik für deutsch-polnische Zusammenarbeit

DFG und polnische FNP vergeben Preis an Prof. Dr. Dorothee Haroske von der Universit?t Jena und Prof. Dr. Leszek Skrzypczak von der Universit?t Posen
Prof. Dr. Dorothee D. Haroske
Foto: Anne Günther/FSU
  • Preise & Personalia

Meldung vom: | Verfasser/in: Benedikt Bastong / Marco K?rner

Für ihre Leistungen in der deutsch-polnischen wissenschaftlichen Kooperation erhalten Prof. Dr. Dorothee Haroske von der Universit?t Jena und Prof. Dr. Leszek Skrzypczak von der Universit?t Posen den Copernicus-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Stiftung für die polnische Wissenschaft (FNP). Die Verleihung durch DFG-Pr?sidentin Prof. Dr. Katja Becker und FNP-Pr?sident Prof. Dr. Krzysztof Pyr? soll am 2. Juni 2026 in Warschau stattfinden. Die Auszeichnung ist mit 200.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

Die achtk?pfige Jury bestehend aus Forschenden aus Deutschland und Polen würdigte Dorothee Haroske und Leszek Skrzypczak für ihre fast zwanzigj?hrige gemeinsame Forschung auf dem Gebiet der Analysis und partiellen Differentialgleichungen. Zu ihren wichtigsten Errungenschaften z?hle die Schaffung von Verbindungen zwischen verschiedenen Bereichen der Funktionalanalysis. Die intensive Zusammenarbeit beider Forschenden habe entscheidend zur Entwicklung der Theorie der Funktionenr?ume und deren Anwendung in der Operatortheorie beigetragen, indem sie eine vereinheitlichende Perspektive entwickelten. Ein bahnbrechendes Ergebnis ihrer Forschungsarbeit sei die genaue Charakterisierung der Nuklearit?t der Fourier-Transformation auf Besov- und Triebel-Lizorkin-R?umen.

Die Kooperation von Haroske und Skrzypczak führte zu einer ganzen Reihe gemeinsamer Ver?ffentlichungen in renommierten mathematischen Fachzeitschriften, zudem organisierten sie gemeinsam eine Vielzahl von Fachkonferenzen. All dies mache, so die Jury, die bilaterale Zusammenarbeit von Dorothee Haroske und Leszek Skrzypczak zu einem Vorbild der deutsch-polnischen Kooperation, das in der Mathematik weltweit Beachtung finde. Die Jury lobte die gemeinsame Arbeit von Dorothee Haroske und Leszek Skrzypczak als eine Kombination aus exzellentem Fachwissen, Mut, sich risikoreichen mathematischen Problemen zu stellen, und gro?em Engagement für wissenschaftliche Karrieren. So kreierten sie ein Umfeld, das auch für Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen attraktiv sei, die sie ebenfalls gemeinsam f?rdern.?

Dorothee Haroske studierte Mathematik an der Universit?t Jena und der Universit?t Sussex in Brighton, UK. Nach erfolgter Promotion und Habilitation in Jena und mit einem Heisenberg-Stipendium der DFG erhielt sie, nach Unterbrechungen durch Stationen in Kaiserslautern, Marburg, Hannover und Rostock, eine Professur für Funktionenr?ume an der Universit?t Jena. Ihre wissenschaftliche Expertise, für die Haroske im Laufe ihrer Karriere mehrere Universit?tspreise für Forschung und Lehre bekam, konzentriert sich auf Funktionenr?ume, Approximationstheorie, Fourier-Analysis und Funktionalanalysis.

Leszek Skrzypczak promovierte und habilitierte an der Universit?t Posen; dort wurde er nach Aufenthalten in Warschau und Jena auch zum Professor berufen. Für seine Forschungsschwerpunkte zu Funktionenr?umen und Differentialoperatoren warb er unter anderem Drittmittel des National Science Centre (NCN), einer weiteren polnischen Partnerorganisation der DFG, ein. Aktuell leitet Skrzypczak den mathematisch-physikalisch-computerwissenschaftlichen Forschungsschwerpunkt an der Universit?t Posen im Rahmen des Exzellenzprogramms für Forschungsuniversit?ten (IDUB) des polnischen Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulbildung. Für seine Forschungsarbeiten hat er den W. Orlicz-Preis der Polnischen Mathematischen Gesellschaft (PTM) erhalten.

Der Copernicus-Preis wird seit 2006 alle zwei Jahre an jeweils eine wissenschaftliche Pers?nlichkeit aus Deutschland und Polen verliehen. Die Ausgezeichneten k?nnen aus allen Fachbereichen kommen. Der Preis ist nach dem Astronomen Nikolaus Kopernikus (1473–1543) benannt und soll ein Zeichen der engen Forschungszusammenarbeit zwischen den beiden L?ndern setzen. Das Preisgeld steuern DFG und FNP zu gleichen Teilen bei; die Preistr?ger*innen erhalten jeweils die H?lfte und k?nnen diese Summe für alle wissenschaftlichen Zwecke verwenden, die die beiden Organisationen mit ihren Programmen f?rdern. Ein Schwerpunkt soll dabei in der Intensivierung der gemeinsamen F?rderung von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen liegen.

Die 1991 gegründete FNP ist eine unabh?ngige und finanziell selbst?ndige gemeinnützige Nichtregierungsorganisation in Polen zum Zweck der Forschungsf?rderung. Seit 2005 besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der DFG, die auch die gemeinsame Vergabe des Copernicus-Preises beinhaltet.

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Dorothee Haroske, Univ.-Prof. Dr.

Professur für Funktionenr?ume
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