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Meldung vom: | Verfasser/in: I. Winkler
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Anne-Sophie Munser im Labor.
Foto: Fraunhofer IOFDer erste Preis geht an Dr. Christopher Spiess für seine Dissertation zur pr?zisen Synchronisation in Quantenkommunikationsnetzen, der dritte Preis an Dr. Anne-Sophie Munser für ein neuartiges Verfahren zur hochsensitiven Streulichtmessung, welches eine deutlich schnellere Identifikation von Bakterien und Antibiotikaresistenzen erm?glicht.?
Beide ausgezeichneten Arbeiten entstanden 2024 über die Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF und wurden vom Leiter beider Institute (IAP und Fraunhofer IOF) Prof. Dr. Andreas Tünnermann betreut.
Dr. Christopher Spiess, Gruppenleiter für quantenkryptografische Systeme am Fraunhofer IOF, entwickelte ein Protokoll, mit dem Uhren in Quantenkommunikationsnetzen mithilfe einzelner Photonen hochgenau synchronisiert werden k?nnen. Sein Ansatz nutzt die in diesen Netzen ohnehin zur Informationsübertragung verwendeten Lichtteilchen (Photonen) als ?Taktgeber“, sodass zus?tzliche Synchronisationskan?le, separate Laser oder teure Atomuhren überflüssig werden und gleichzeitig Genauigkeit und Stabilit?t gegenüber bisherigen Verfahren steigen.?
Dr. Anne-Sophie Munser aus der Abteilung ?Funktionelle Oberfl?chen und Schichten“ am Fraunhofer IOF übertrug in ihrer Promotion ein Verfahren aus der optischen Messtechnik in die Zellbiologie. Mit der sogenannten winkelaufgel?sten Streulichtmethode lassen sich einzelne Zellen in Sekundenbruchteilen erfassen, sodass z.B. Bakterien und deren m?gliche Resistenzen bereits innerhalb weniger Stunden analysiert und identifiziert werden k?nnen – ein wichtiger Schritt für die schnellere Diagnostik bei Infektionen, da zum einen langwierige Zellkultivierungen entfallen, sowie über charakteristische Lichtrückstreuungen auf Zelleigenschaften rückgeschlossen werden kann.
Kriterien für die Verleihung des Hugo-Geiger-Preises sind wissenschaftliche Qualit?t, wirtschaftliche Relevanz, Neuartigkeit und Interdisziplinarit?t der Ans?tze.