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San Sebasti¨¢n, Spanien (DPS)

Lesen Sie hier Erfahrungsberichte aus San Sebasti¨¢n, Spanien

Deutsche Schule San Sebasti¨¢n, Spanien (Sport und Wirtschaft/Recht)

K¨¹ste von San S¨¦bastian

Foto: privat

Zeitraum: September 2025 - Januar 2026 (WiSe 25/26) | Schulinfos: hierExterner Link

Vorbereitung des Auslandspraktikums

Die Vorbereitung meines Auslandspraktikums erforderte zun?chst eine intensive eigenst?ndige Recherche. Aufgrund meiner F?cherkombination insbesondere im Fach Wirtschaft war ich bei der Schulwahl stark eingeschr?nkt. Daher habe ich gezielt die Internetseiten verschiedener Schulen durchgesehen und mich dar¨¹ber informiert, welche F?cher angeboten werden. So bin ich schlie?lich auf die Deutsche Schule San Sebasti¨¢n aufmerksam geworden. Mein Praxissemester begann Anfang September 2025. Die ersten Bewerbungen verschickte ich bereits Mitte Oktober 2024, also rund elf Monate im Voraus. Die Zusage der Schule erhielt ich erfreulicherweise schon einen Tag sp?ter. Eine fr¨¹hzeitige Bewerbung empfiehlt sich in jedem Fall, da viele Auslandsschulen ihre Praktikumspl?tze langfristig planen, zum Teil sogar 2 Jahre im Voraus.

In Bezug auf formale Anforderungen musste ich vor der Abreise keine zus?tzlichen Amtsg?nge erledigen. Eine zus?tzliche Reisekrankenversicherung musste ich ebenfalls nicht abschlie?en, da ich privat ¨¹ber meine Mutter versichert bin und wir als?Familie bereits eine Auslandsreisekrankenversicherung eingeschlossen haben. Hier sollte jedoch?jede*r individuell pr¨¹fen, wie der eigene Versicherungsschutz geregelt ist.

Die Anreise erfolgte mit Zug und Bus. F¨¹r die Busfahrt mit FlixBus habe ich etwa 150 € bezahlt. Ich reiste ¨¹ber Paris und?hatte dort mehrere Stunden Aufenthalt. Die Busreise ist zwar vergleichsweise g¨¹nstig, dauert jedoch sehr lange. Alternativ kann man mit dem Zug bis nach Hendaye (Frankreich, an der spanischen Grenze) fahren, von dort sind es etwa 30 Minuten mit dem Auto nach San Sebasti¨¢n. Vor Ort gibt es kein Uber, sondern ausschlie?lich Taxis. Gebucht habe ich direkt ¨¹ber FlixBus, aber auch ¨¹ber Trainline lassen sich h?ufig gute Angebote finden. F¨¹r die Packliste ist im Baskenland, besonders in den Herbst- und Wintermonaten ist ein Regenschirm unverzichtbar, da ab dieser Zeit die Regenperiode beginnt. Ansonsten ist das Leben in San Sebasti¨¢n gut mit Deutschland vergleichbar. Die Versorgung ist unkompliziert, und man kann alles Notwendige vor Ort problemlos kaufen. Bez¨¹glich des Studienorganisatorischen empfehle ich dringend, sich vorab alle Termine und Deadlines der Begleitseminare sorgf?ltig zu notieren. W?hrend des Praxissemesters verliert man schnell den ?berblick, weshalb eine gute Strukturierung im Vorfeld viel Stress erspart.

Unterkunft

Die Wohnungssuche in San Sebasti¨¢n gestaltete sich insgesamt als herausfordernd. Ich habe bereits?etwa ein Jahr vor Beginn meines Praxissemesters mit der Suche begonnen, da der Wohnungsmarkt?dort ?u?erst angespannt ist. Zun?chst habe ich ¨¹ber Idealista ein Zimmer in einer WG gefunden. Vier?Wochen vor meiner Anreise erhielt ich jedoch kurzfristig eine Absage, sodass ich erneut suchen?musste. Grunds?tzlich beginnen die Preise f¨¹r WG-Zimmer bei etwa 450 € monatlich, nach oben sind?kaum Grenzen gesetzt. San Sebasti¨¢n gilt als wohlhabende Stadt, was sich deutlich in den Mietpreisen?widerspiegelt.

Empfehlen kann ich insbesondere den Stadtteil Gros, der direkt am Surferstrand liegt und eine sehr attraktive Wohnlage bietet. Ebenfalls beliebt ist Antiguo, wo man viel vom baskischen Alltagsleben mitbekommt. Dort befinden sich auch viele Studentenwohnheime, da Teile der Universit?t in diesem Stadtteil angesiedelt sind. Letztendlich habe ich relativ spontan noch einen Platz im Studentenwohnheim StepHouse in Ibaeta (hinter Antiguo) bekommen. Die Lage ist etwas au?erhalb des Zentrums, jedoch ist die Schule mit dem Bus gut erreichbar (ca. 10 Minuten Fahrzeit). Vom Stadtzentrum ben?tigt man in der Regel etwa 20¨C30 Minuten zur Schule. Mein Zimmer war etwa 10 Quadratmeter gro?. Bad und K¨¹che teilte ich mir mit einer Mitbewohnerin. F¨¹r mein Zimmer zahlte ich 600 € monatlich. Die gesamte Wohnung umfasste, inklusive beider Zimmer, etwa 25 Quadratmeter. Das Wohnheim selbst bot jedoch zus?tzliche Vorteile wie Gemeinschaftsr?ume, eine gr??ere Gemeinschaftsk¨¹che sowie einen Fitnessraum, was das etwas kleinere private Wohnangebot ausgeglichen hat. F¨¹r die Wohnungssuche empfehle ich neben Idealista auch, fr¨¹hzeitig Å·ÖÞ±­Í¶×¢µØÖ·_Ã÷ÉýÌåÓý-¾º²Ê×ãÇò±È·ÖÍÆ¼ö zur Schule aufzunehmen, da diese teilweise bei der Vermittlung helfen kann.

Finanzen

F¨¹r das Leben in San Sebasti¨¢n sollte man monatlich mit etwa 1.100 € rechnen. In diesem Betrag waren bei mir die Miete, Lebensmittel, ?ffentliche Verkehrsmittel sowie Freizeitaktivit?ten enthalten. Gerade die vielen kleinen Caf¨¦s, Restaurantbesuche und Unternehmungen summieren sich im Laufe des Monats. Die Mietkosten machen dabei, wie bereits beschrieben, den gr??ten Anteil aus. ?ber Erasmus+ erhielt ich eine F?rderung mit rund 550 € pro Monat. Leider reichte dieser Betrag nicht einmal aus, um die Mietkosten f¨¹r mein Zimmer im Studentenwohnheim vollst?ndig zu decken. Weitere finanzielle Unterst¨¹tzung (z. B. BAf?G oder ein Stipendium) habe ich nicht erhalten. Mein Tipp ist daher, sich fr¨¹hzeitig ¨¹ber zus?tzliche F?rderm?glichkeiten zu informieren und realistisch zu kalkulieren, ob die Erasmus-F?rderung die tats?chlichen Lebenshaltungskosten ausreichend abdeckt. Gerade in teureren St?dten wie San Sebasti¨¢n sollte man finanzielle R¨¹cklagen einplanen. An der Schule gab es vereinzelt M?glichkeiten f¨¹r Nachhilfe oder Unterst¨¹tzung bei Elternabenden. Diese?Angebote waren jedoch begrenzt und nicht regelm??ig, sodass sie keine verl?ssliche finanzielle?Einnahmequelle darstellten. Wer auf einen Nebenverdienst angewiesen ist, sollte sich daher nicht?ausschlie?lich darauf verlassen.Da Spanien Teil der Europ?ischen Union ist, konnte ich problemlos?mit meiner deutschen EC- oder Kreditkarte bezahlen. Kartenzahlung ist nahezu ¨¹berall m?glich,?sodass Bargeld kaum notwendig ist. Beim Geldabheben k?nnen allerdings, je nach Bank Geb¨¹hren?anfallen, weshalb es sinnvoll ist, sich vorab ¨¹ber die Konditionen der eigenen Bank zu informieren?oder gegebenenfalls eine geeignete Kreditkarte zu beantragen.

Leben an der Schule

Mein Praktikum absolvierte ich an der Deutsche Schule San Sebasti¨¢n. F¨¹r die Grundschule und das Gymnasium gibt es jeweils eigene verantwortliche Personen. Zus?tzlich hatte ich einen festen Mentor sowie eine Ansprechpartnerin im Sekretariat, die f¨¹r die Praktikant:innen zust?ndig war. Eine Woche vor Schulbeginn fand ein Å·ÖÞ±­Í¶×¢µØÖ·_Ã÷ÉýÌåÓý-¾º²Ê×ãÇò±È·ÖÍÆ¼östag f¨¹r das Kollegium statt, an dem wir Praktikant:innen direkt eingebunden wurden. In der Vorbereitungswoche unterst¨¹tzten wir die Lehrkr?fte bei der Unterrichtsplanung. Der Schulalltag bestand aus Hospitation, Assistenz und teilweise Team-Teaching besonders im Fach Sport konnte ich viele praktische Erfahrungen sammeln. Die Klassen umfassten meist 20¨C28 SuS. Die Schule ist dreisprachig (Deutsch, Spanisch, Baskisch). Die Atmosph?re im deutschen Teil des Kollegiums war sehr freundlich und unterst¨¹tzend. Technisch waren die R?ume unterschiedlich ausgestattet (Whiteboards, Beamer oder Tafeln), sodass Flexibilit?t gefragt war. Insgesamt hatte ich vielf?ltige M?glichkeiten, mich aktiv einzubringen und wertvolle Erfahrungen zu
sammeln.

Freizeit?

Die Freizeitm?glichkeiten in San Sebasti¨¢n sind sehr vielf?ltig. Besonders beliebt ist der Zurriola Beach, wo man gut surfen oder Volleyball spielen kann. Die Stadt bietet zudem viele Einkaufsm?glichkeiten sowie zahlreiche Caf¨¦s und Bars, die zum Verweilen einladen. Typisch f¨¹r die Region sind Tapas, die man in vielen Restaurants probieren kann. Ein pers?nlicher Tipp abseits der gro?en Touristenattraktionen ist die kleine Insel vor San Sebasti¨¢n, die man mit einem Boot erreichen kann. Mit etwas Gl¨¹ck kann man dort sogar Delfine sehen. F¨¹r Natur- und Wanderliebhaber verl?uft der Camino de Santiago durch die Umgebung von San Sebasti¨¢n und bietet sch?ne Wanderwege. Auch Ausfl¨¹ge in nahegelegene St?dte wie Zarautz und?Zumaia lohnen sich sehr.

Allgemein


Post- oder Rabattangebote f¨¹r Praktikant:innen sind eher selten. Der ?ffentliche Nahverkehr in der Stadt ist sehr gut. Es gibt ein dichtes Busnetz, das auch den Schulweg gut abdeckt. Mit der sogenannten ?Mugi¡°-Karte erh?lt man Rabatt auf Busfahrten eine Fahrt kostet dann etwa 0,74 €. Mit dieser Karte kann man bis nach Bilbao fahren. Bahn- und Zugverbindungen in andere Regionen sind ebenfalls vorhanden, verkehren jedoch meist nur st¨¹ndlich und nachts kaum. Zus?tzlich gibt es das Leihfahrradsystem ¨¹ber die App Ibili (bike sharing San Sebastian), bei dem man z. B. f¨¹r 30 Minuten etwa 0,30 € zahlt. Die Stadt l?sst sich daher sehr gut mit ?ffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrad erkunden.

Viele weitere Eindr¨¹cke sind in folgendem Erfahrungsberichtpdf,?222?kb zu finden.