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Las Palmas de Gran Canaria, Spanien (DAS)

Lesen Sie hier Erfahrungberichte aus Las Palmas, Spanien

Deutsche Schule Las Palmas de Gran Canaria, Spanien (Biologie, Sport)

Blick auf das Sportfeld

Foto: Aus dem Erfahrungsbericht

Zeitraum: September 2025 ¨C Januar 2026 (WiSe 2025/26) |?Schulinfos:?hierExterner Link

Vorbereitung

Am 17.11.2024 bewarb ich mich per E-Mail an der Deutsche Schule auf Gran Canaria sowie parallel an?weiteren deutschen Auslandsschulen. Bereits am 20.11.2024 erhielt ich eine Zusage. Die Bewerbung?erfolgte urspr¨¹nglich f¨¹r das Wintersemester 2025/26. Da meine Bewerbung f¨¹r diesen Zeitraum jedoch?vergleichsweise sp?t einging, wurde mir zun?chst ein Platz f¨¹r das Sommersemester angeboten. Durch
das Nachr¨¹cken infolge der Absage einer anderen Praktikantin konnte ich das Praxissemester letztlich?dennoch im gew¨¹nschten Zeitraum antreten.

Ein zentraler Bestandteil der Vorbereitung war der Abschluss einer Langzeit-Auslandskrankenversicherung, die den gesamten Aufenthalt abdeckt. Diese schloss ich bei der HUK ab,?da dort bereits weitere Versicherungen bestanden. Die Versicherung war mit 286 € kostenintensiver als?andere Angebote, bot jedoch einen sehr umfassenden Leistungsumfang. Gerade bei l?ngeren?Auslandsaufenthalten ist darauf zu achten, dass viele regul?re Auslandskrankenversicherungen nur?kurze Zeitr?ume abdecken.?Da mein Praxissemester ¨¹ber Erasmus+ gef?rdert wurde, musste zus?tzlich nachgewiesen werden,?dass eine Haftpflicht- und Unfallversicherung besteht. Diese Versicherungen hatte ich bereits ¨¹ber?meine Familie abgeschlossen.

Im Hinblick auf Reisen w?hrend des Aufenthalts ist es wichtig, fr¨¹hzeitig Reisedokumente zu?¨¹berpr¨¹fen. F¨¹r Gran Canaria selbst sind weder Visa noch spezielle Impfungen erforderlich. Da ich?jedoch plante, w?hrend des Aufenthalts nach Marokko zu reisen, war ein Reisepass notwendig. Zudem?empfiehlt es sich, den Impfstatus (z. B. Hepatitis A und B) zu ¨¹berpr¨¹fen.

F¨¹r einen halbj?hrigen Aufenthalt auf Gran Canaria liegt es nahe, ¨¹berwiegend Sommerkleidung?einzupacken. Wichtig ist jedoch, ausreichend schultaugliche Kleidung mitzunehmen, wie zum Beispiel?leichte, aber lange Hosen, T-Shirts sowie Hemden oder Oberteile zum ?berziehen. An der Schule?existiert kein offizieller Dresscode und auch keine Schuluniform f¨¹r Lehrkr?fte. Die meisten Lehrkr?fte?kleiden sich leger, dennoch sollte reine Freizeitkleidung vermieden werden.?Zu ber¨¹cksichtigen ist au?erdem, dass es auf Gran Canaria, insbesondere in den Wintermonaten,?abends und morgens deutlich k¨¹hler werden kann. Es ist h?ufig windig, und die Geb?ude sind in der?Regel nicht beheizt. Gerade auf dem Weg zur Schule (in meinem Fall mit dem Roller) sowie in den ersten?Unterrichtsstunden war zus?tzliche warme Kleidung notwendig. Bereits im November hatte ich mehrere
Zwiebelschichten an. Warme Pullover, lange Socken und eine Regenjacke sollten daher unbedingt?eingepackt werden.?Ich hatte Zuhause noch einen Neoprenanzug von meinem Bruder. Der erwies sich als sehr praktisch.?Vor allem wenn man ?fter surfen geht. Alternativ l?sst sich Surfequipment vor Ort auch g¨¹nstig kaufen?beziehungsweise abkaufen. Sonnencreme ist auf den Kanaren teuer. Ich hatte daher zweimal?Gesichtssonnencreme und eine 500 ml Packung eingepackt. Das war f¨¹r mich v?llig ausreichend.

Unterkunft

Die Wohnungssuche gestaltete sich unkompliziert durch den Austausch mit ehemaligen?Praktikantinnen. Am 15.04.2025 nahm ich erstmals Å·ÖÞ±­Í¶×¢µØÖ·_Ã÷ÉýÌåÓý-¾º²Ê×ãÇò±È·ÖÍÆ¼ö zur Vermieterin auf. Nachdem ich die?offizielle Schulbest?tigung eingereicht hatte, erhielt ich die Zusage f¨¹r ein Zimmer. F¨¹r den BAf?GAntrag?stellte mir die Vermieterin vorab eine spanische Mietbescheinigung aus; der eigentliche
Mietvertrag wurde dann gemeinsam vor Ort unterschrieben.?In meinem Fall zog ich in eine Erasmus-WG, die speziell f¨¹r tempor?re Aufenthalte ausgelegt ist. Ich?lebte in einer Siebener-WG mit drei weiteren Praktikantinnen und drei italienischen Mitbewohner*innen.?Auch wenn eine so gro?e Wohngemeinschaft manchmal herausfordernd ist, entwickelte sich schnell?ein soziales Miteinander, das den Alltag sehr bereicherte. Die Wohnung befand sich in der Calle Italia?45. In dieser WG und auch in umliegenden Stra?en wohnen regelm??ig Praktikant*innen der Schule,?wodurch sich ein fester sozialer Treffpunkt ergeben hat.
Eine weitere Unterkunft derselben Vermieterin befindet sich in der Calle General Mas de Gaminde 14.?Auch dort wohnen h?ufig Studierende oder Praktikant*innen. Die Mietpreise sind vergleichbar; 420€ f¨¹r?etwas gr??ere Zimmer und 410 € f¨¹r etwas kleinere. Die monatliche Miete f¨¹r mein Zimmer betrug 420€ kalt, hinzu kamen insgesamt etwa 100 € Nebenkosten. Das Zimmer war im Vergleich zu Jena zwar teurer, jedoch w¨¹rde die Wohnung aufgrund der Lage und der sozialen Anbindung jedoch jederzeit
weiterempfehlen.?Die Lage erwies sich als gro?er Vorteil: Beide Str?nde von Las Palmas waren fu?l?ufig erreichbar,?ebenso Bars, Restaurants, Gym und Einkaufsm?glichkeiten f¨¹r Lebensmittel als auch Mode. Die?historische Altstadt (Vegueta/Triana) ist mit dem Bus in etwa 20 Minuten erreichbar.

Die Schule befindet sich au?erhalb von Las Palmas, sodass der Schulweg mit dem Bus etwa eine Stunde?dauert. Die Busverbindungen sind wie die deutsche Bahn, nicht immer zuverl?ssig, wodurch es vorkam,?dass Anschlussbusse verpasst wurden. Aus diesem Grund mietete ich mir gemeinsam mit einem?weiteren Praktikanten f¨¹r drei Monate einen Roller bei Ok Mobility. Dadurch verk¨¹rzte sich der Schulweg?auf ungef?hr 20 Minuten. Diese L?sung erwies sich f¨¹r mich als sehr sinnvoll, weshalb ich die Nutzung?eines Rollers f¨¹r diesen Zeitraum empfehlen w¨¹rde.?F¨¹r meine pers?nlichen Bed¨¹rfnisse war diese Wohn- und Mobilit?tssituation insgesamt vollkommen?ausreichend.

Anreise

Eine klimafreundliche Anreise nach Gran Canaria ist kaum realisierbar, sodass die Anreise per Flugzeug?erfolgte. Ich reiste etwa eine Woche vor Praktikumsbeginn an, um organisatorische Angelegenheiten zu?kl?ren und mich vor Ort einzuleben. Der Flug von N¨¹rnberg kostete 162,99 € inklusive Handgep?ck und?gro?em Koffer. Airlines wie EasyJet, Ryanair und Condor fliegen Gran Canaria regelm??ig an.

Unterlagen
Ein erweitertes F¨¹hrungszeugnis lag bei mir bereits vor. Sollte dies nicht der Fall sein, empfiehlt sich?eine fr¨¹hzeitige Online-Beantragung, um Verz?gerungen zu vermeiden. Zus?tzlich erstellten meine?Mutter und ich vorsorglich eine Vollmacht, sodass sie im Bedarfsfall administrative Angelegenheiten?f¨¹r mich regeln konnte.?Unterrichtsmaterial nahm ich kaum aus Deutschland mit. Sinnvoll sind lediglich grundlegende?Schreibmaterialien sowie eine Mappe zur sp?teren Strukturierung von Unterlagen. Diese lassen sich?jedoch auch problemlos vor Ort erwerben. Empfehlenswert ist es zudem, Literatur f¨¹r anstehende?Hausarbeiten mitz nehmen, insbesondere fachspezifische Werke ¨C in meinem Fall beispielsweise ein?Biologiedidaktikbuch.?Dar¨¹ber hinaus w¨¹rde ich im Vorfeld unbedingt ¨¹berpr¨¹fen, ob auf allen genutzten Ger?ten ein?funktionierender VPN-Zugang eingerichtet ist, um auch im Ausland problemlos auf Online-Bibliotheken?und universit?re Ressourcen zugreifen zu k?nnen.

Finanzen

W?hrend meines Praxissemesters wurde ich sowohl durch BAf?G als auch durch das Erasmus+-?Stipendium finanziell unterst¨¹tzt. Das Erasmus+-Stipendium lief ¨¹ber die TU Ilmenau und belief sich?insgesamt auf 3.760 €. Zus?tzlich erhielt ich monatlich 503 € BAf?G. Die Kombination aus diesen?F?rderungen sowie meinem Ersparten reichte aus, um die Kosten des Auslandsaufenthaltes
vollst?ndig zu decken.?

Ein fester monatlicher Kostenpunkt war die Miete in H?he von 420 €. Zus?tzlich mietete ich f¨¹r drei?Monate einen Roller, da die Schule au?erhalb des Stadtzentrums liegt und der Schulweg mit??ffentlichen Verkehrsmitteln sehr zeitintensiv war. Die Rollermiete betrug insgesamt 404,70 €, wobei?ich mir den Roller mit einer weiteren Person teilte, sodass mein Anteil bei 202,35 € lag. Diese L?sung?erwies sich als praktikabel und ausreichend f¨¹r den Alltag.

Auch wenn ich mir vorgenommen habe nicht zu viel Geld auszugeben, habe ich in Spanien sp¨¹rbar mehr Geld ausgegeben als in Deutschland, was vor allem daran lag, dass sich das Leben stark drau?en abspielt. Man trifft sich h?ufiger spontan, holt sich zwischendurch einen Kaffee oder isst au?er Haus, wodurch sich die Ausgaben im Alltag schneller summieren. Durch die Reisen auf die andern Inseln, auch wenn diese kosteng¨¹nstig waren,?hatte ich monatlich manchmal mehr Geld ausgegeben als erwartet. Ich pers?nlich finde, dass?Erasmus oder mein Baf?G dies nicht abdecken muss, da dies wirklich Luxus ist.?

Das Erasmus+-Stipendium wurde in zwei Raten ausgezahlt, was bei der finanziellen Planung ber¨¹cksichtigt werden sollte. Unabh?ngig davon w¨¹rde ich dringend empfehlen, Auslands-BAf?G zu beantragen ¨C auch dann, wenn man in Deutschland keinen Anspruch auf BAf?G hat. Die h?heren Lebens- und Reisekosten im Ausland werden ber¨¹cksichtigt, weshalb viele Studierende f?rderberechtigt sind, die es im Inland nicht w?ren. F¨¹r den Antrag auf Auslands-BAf?G wird allerdings eine zus?tzliche Schulbest?tigung ben?tigt; eine universit?re Bescheinigung allein reicht nicht aus. Trotz des Auslandsaufenthaltes mussten weiterhin regul?re Studiengeb¨¹hren gezahlt werden. Ein gro?er Bestandteil davon war das Deutschlandticket in H?he von 213,05 €. Dieses lie? ich mir erstatten. Ich stellte daf¨¹r direkt auf dem Campus einen ?Antrag auf R¨¹ckzahlung¡° und reichte zus?tzlich ein Best?tigungsschreiben von Frau M?bius ein. Formal gilt, dass man f¨¹r eine R¨¹ckerstattung mindestens 21 Wochen im Ausland sein muss. In meinem Fall war dies zwar gegeben, allerdings z?hlt die Frist offiziell erst ab Oktober, also ab dem Beginn des Semesters in Deutschland. Dadurch w?ren es rechnerisch nur 18 Wochen gewesen. Dass der Antrag dennoch bewilligt wurde, lag m?glicherweise an Kulanz oder schlicht an Gl¨¹ck. Ob man einen solchen Antrag stellt, sollte individuell abgewogen werden, insbesondere abh?ngig davon, ob man das Deutschlandticket nach der R¨¹ckkehr ben?tigt. Es ist zudem m?glich, das Ticket nur monatsweise zu buchen.

Zu Beginn meines Aufenthalts hob ich einmalig etwa 300 € Bargeld ab, stellte jedoch schnell fest,?dass ich dieses kaum ben?tigte. Spanien ist sehr kartenzahlungsfreundlich, selbst auf M?rkten oder?bei kleineren H?ndler*innen kann h?ufig mit Karte gezahlt werden. Ein spanisches Bankkonto war f¨¹r?die Dauer meines Aufenthalts nicht notwendig. Auch w?hrend einer Reise nach Marokko konnte ich?problemlos mit Karte Bargeld zum aktuellen Umrechnungskurs abheben.?An der Schule besteht die M?glichkeit, dort Mittag zu essen. Je nach H?ufigkeit belaufen sich die?Kosten auf etwa 40 € oder mehr pro Monat, die bar zu zahlen sind. Ich selbst habe dieses Angebot?nicht genutzt, da ich lieber selbst koche und meine Mahlzeiten vorbereite.?Kurz vor der Abreise beantragte ich zus?tzlich eine Debit-Kreditkarte bei der DKB, mit der ich w?hrend?des gesamten Aufenthalts keinerlei Probleme hatte. Eine Kreditkarte ist grunds?tzlich sehr zu?empfehlen, insbesondere wenn man ein Auto oder einen Roller mieten m?chte, da bei vielen Anbietern?eine Kreditkarte hinterlegt werden muss. Autos mieteten wir h?ufig bei Cicar, da dort keine Kaution?verlangt wurde. Andere Anbieter waren zwar teilweise g¨¹nstiger, setzten jedoch hohe Kautionsbetr?ge?voraus. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, das Kartenlimit der eigenen Kreditkarte im Blick zu?behalten.

Leben an der Schule

Am 26.05.2025 fand ein online Informationstreffen zum gegenseitigen Kennenlernen statt. Im?Anschluss wurden uns die E-Mail-Adressen der anderen Praktikantinnen zur Verf¨¹gung gestellt, sodass?bei fachlichen oder organisatorischen Fragen ein direkter Austausch m?glich war. Die gesamte?Organisation ¨¹bernahm unsere Ansprechpartnerin an der Deutsche Schule. Sie war f¨¹r die vollst?ndige?Kommunikation zust?ndig und jederzeit sowohl vor Beginn des Praxissemesters als auch?w?hrenddessen ansprechbar. Fragen und Unsicherheiten konnten jederzeit gekl?rt werden; sie hatte?stets ein offenes Ohr f¨¹r die Anliegen der Praktikantinnen.?Am ersten Praktikumstag trafen wir unsere Betreuerin erstmals pers?nlich. Wir erhielten eine?ausf¨¹hrliche Schulf¨¹hrung und erstellten Steckbriefe, die f¨¹r das gesamte Schulhalbjahr im?Lehrerzimmer aushingen. Diese dienten dazu, dem Kollegium das Kennenlernen der Praktikant*innen?zu erleichtern.?Innerhalb der ersten zwei Praktikumswochen hatten wir die M?glichkeit, uns Mentor*innen?auszusuchen. In meinem Fall bin ich nicht aktiv auf einzelne Lehrkr?fte zugegangen, um eine formale?Mentorenrolle festzulegen. Stattdessen ergaben sich drei Hauptansprechpersonen, bei denen ich?regelm??ig unterrichtete, hospitierte und konstruktives Feedback erhielt. Auch ohne eine offiziell?benannte Mentorenfunktion standen mir diese Lehrkr?fte jederzeit unterst¨¹tzend zur Seite. Dar¨¹ber?hinaus war auch das ¨¹brige Kollegium sehr offen und hilfsbereit, selbst bei Lehrkr?ften, bei denen ich?ausschlie?lich hospitierte. In diesen zwei Wochen war es ausdr¨¹cklich m?glich, ohne vorherige?Absprache zu hospitieren. Die T¨¹ren der Klassenr?ume standen sprichw?rtlich offen, auch f¨¹r?fachfremde Hospitationen. Nach dieser Orientierungsphase stellte ich mir eigenst?ndig einen?Stundenplan zusammen. Ein Tag pro Woche war ein langer Schultag bis 15:30 Uhr. An diesem?Nachmittag leitete ich gemeinsam mit einem weiteren Praktikanten und einem FSJ-ler die?Hausaufgaben-AG. Auch wenn man sich zu Beginn gelegentlich ¨¹berfl¨¹ssig f¨¹hlte oder kurzfristig?¨¹berfordert war, etwa wenn Sch¨¹ler*innen Fragen in Mathe stellten, bereitete mir die Arbeit in der?Hausaufgaben-AG insgesamt gro?e Freude. Jeder Praktikant wurde einer AG zugeteilt. Die spanischen?Studierenden ¨¹bernahmen dabei durchg?ngig den Bereich Ciencias Sociales. An den ¨¹brigen Tagen
endete der Unterricht gegen 13:10 Uhr. Freitags waren wir aufgrund universit?rer Veranstaltungen?regul?r vom Schulbetrieb freigestellt.

Unsere Anwesenheit dokumentierten wir sowohl ¨¹ber die Stundennachweise der Universit?t als auch?¨¹ber schulinternen Stundennachweis mit lediglich der Unterschrift der Lehrkraft. Gleichzeitig?erm?glichte die Schule eine flexible Praktikumsgestaltung. Kurzfristige Hospitationen oder?Unterrichtseins?tze in anderen Klassen waren nach Absprache mit den jeweiligen Lehrkr?ften jederzeit?m?glich.

Grunds?tzlich bestand an der Schule die M?glichkeit, neben dem Praktikum Nachhilfe zu geben. Zwei?Praktikanten haben dieses Angebot angenommen, da es auch gut bezahlt wird. Ich jedoch habe mich?dagegen entschieden, da ich meine Zeit dort genie?en wollte und mich auch komplett auf die Schule?und die Uniabgaben konzentrieren wollte.?Insgesamt lernen an der Schule etwa 700 Sch¨¹ler*innen. Die Klassenst?rken variieren zwischen 15 und?22 Sch¨¹ler*innen, was ich als sehr angenehm empfand. Schul- und Arbeitssprache ist durchgehend?Deutsch. Da Sch¨¹ler*innen sich manchmal auf spanisch unterhalten, kann es sinnvoll sein ein paar?Kenntnisse zu haben, ansonsten ben?tigt man die Sprache nicht. Auf einem Grundst¨¹ck kommen?Vorschule Grundschule und Sekundarstufe zusammen.?

Die technischen Rahmenbedingungen stellten f¨¹r uns Praktikantinnen eine gewisse Herausforderung?dar. Private Ger?te hatten keinen Zugang zum schulischen WLAN, sodass wir auf mobile Daten und?Hotspots angewiesen waren. Beim Unterrichten war es aus diesem Grund nicht m?glich meinen?Bildschirm des iPads mit der Tafel zu teilen, sondern immer nur mit einem Lehrertablet. Jede Lehrkraft?sowie alle Sch¨¹lerinnen ab der sechsten Klasse verf¨¹gen ¨¹ber ein schulisches Tablet mit WLANZugang.?Zus?tzlich stehen im Lehrerzimmer internetf?hige PCs zur Verf¨¹gung, die auch von?Praktikant*innen genutzt werden k?nnen oder auch zwei Laptops mit WLAN-Zugang. Die Laptops kann?man sich auf Nachfrage ausleihen. Aufgrund der Gr??e des Kollegiums (ca. 70 Lehrkr?fte) waren diese?Arbeitspl?tze jedoch h?ufig belegt. Daher nutze ich ihn oft nur kurz und am besten nicht in den kurzen?Pausen, sondern in meinen Freistunden. Das erschwerte trotzdem die Unterrichtsvorbereitung , sodass?ich die Zeit nur nutzte f¨¹r Aufgaben die kein WLAN oder nur sehr wenig ben?tigten.?In meinen Unterrichtsf?chern war die Schule insgesamt gut ausgestattet. Im Fach Biologie standen?unter anderem ausgestopfte Tiere, ein menschliches Skelett, weitere Skelette sowie anatomische?Modelle zur Verf¨¹gung. Auch der Fachbereich Sport verf¨¹gte ¨¹ber eine gro?e Auswahl an Ger?ten und?Ballmaterialien, die vielseitig und kreativ eingesetzt werden konnten. Insgesamt empfand ich die?Ausstattung f¨¹r schulische Zwecke als ausreichend.

Das Kollegium begegnete den Praktikant*innen grunds?tzlich auf Augenh?he. Auch an Wandertagen?oder schulischen Sonderveranstaltungen konnten wir teilnehmen und wurden aktiv in den Schulalltag?eingebunden. An Konferenzen nahmen wir nicht regul?r teil, dies w?re jedoch auf Nachfrage vermutlich?m?glich gewesen. Die Schule ist eine Privatschule und daher nicht mit dem deutschen?Regelschulsystem hinsichtlich Inklusion vergleichbar. Daf¨¹r bot sie vielf?ltige Lerngelegenheiten im?Bereich sprachsensibler Unterricht sowie Deutsch als Fremd- und Unterrichtssprache (DFU).?Insgesamt waren acht Praktikant*innen in der Sekundarstufe, vier in der Grundschule sowie zus?tzlich?sechs FSJler*innen t?tig. Besonders unter uns Praktikant*innen entstand schnell ein sehr enger?Zusammenhalt, der ¨¹ber das Praxissemester hinaus Bestand hat. Auch nach dem Aufenthalt stehen wir?weiterhin in Å·ÖÞ±­Í¶×¢µØÖ·_Ã÷ÉýÌåÓý-¾º²Ê×ãÇò±È·ÖÍÆ¼ö, und gemeinsame Treffen sind bereits geplant.

Freizeit

Meine Freizeit habe ich fast ausschlie?lich drau?en verbracht. Das lag weniger an einer bewussten?Entscheidung als vielmehr daran, dass sich das Leben auf der Insel automatisch nach drau?en?verlagert. Sport, Natur und soziale Aktivit?ten spielen im Alltag eine gro?e Rolle, und man verbringt?deutlich weniger Zeit in geschlossenen R?umen als ich es aus Deutschland gewohnt war, aber?nat¨¹rlich auch auf Grund des tollen Wetters. Besonders in Las Palmas fiel mir auf, wie pr?sent?Bewegung im Stadtbild ist: ?berall wird gelaufen, trainiert, gespielt oder im Meer geschwommen.?Entsprechend gibt es zahlreiche gut ausgebaute Laufstrecken sowie viele Outdoor- und Indoor-Fitnessstudios.?

Ein zentraler Bestandteil meines Alltags war das Leben am Strand. Surfen geh?rt auf Gran Canaria?fast schon zum Lebensgef¨¹hl, und auch f¨¹r Anf?nger*innen gibt es unz?hlige M?glichkeiten, in den?Sport einzusteigen. Entlang der K¨¹ste finden sich viele Surfschulen, die vergleichsweise g¨¹nstige?Kurse anbieten. Daneben sind Beachvolleyball und Beachtennis sehr verbreitet, sodass man schnell?Anschluss findet ¨C sei es spontan am Strand oder ¨¹ber feste Gruppen. Erg?nzend dazu ist die?Erasmus-Community in Las Palmas stark vernetzt. Regelm??ig werden Treffen, gemeinsame?Sportangebote, Partys oder Ausfl¨¹ge organisiert, wodurch es leicht fiel, neue Å·ÖÞ±­Í¶×¢µØÖ·_Ã÷ÉýÌåÓý-¾º²Ê×ãÇò±È·ÖÍÆ¼öe zu kn¨¹pfen und?die Insel gemeinsam zu erkunden.?

Besonders beeindruckt hat mich die landschaftliche Vielfalt Gran Canarias. Obwohl die Insel auf den?ersten Blick ¨¹berschaubar wirkt, unterscheiden sich die Regionen stark voneinander. Um diese Vielfalt?wirklich kennenzulernen, habe ich Ausfl¨¹ge meist gemeinsam mit anderen Praktikant*innen?unternommen, entweder mit einem gemieteten Auto oder mit dem Roller. Viele Orte lassen sich so gut?erreichen und bieten einen starken Kontrast zur urbanen Atmosph?re von Las Palmas.?Zu den Orten, die mich besonders beeindruckt haben, z?hlt der Roque Nublo im Zentrum der Insel.?Diese markante Felsformation hat eine besondere kulturelle Bedeutung und bietet eine?au?ergew?hnliche Aussicht. Zwar ist tags¨¹ber offiziell eine Genehmigung erforderlich, um den Bereich?zu betreten, ab dem sp?ten Nachmittag wird dies jedoch nicht mehr kontrolliert. In unmittelbarer N?he?befindet sich au?erdem das Ventana del Nublo, das sich hervorragend f¨¹r einen Besuch zum?Sonnenuntergang eignet. Nicht weit entfernt liegt Tejeda, ein sehr sehenswertes Bergdorf, das sich gut?mit einer Wanderung oder einem Ausflug verbinden l?sst.?Ein ganz anderes Bild bietet Agaete, ein kleines Fischerdorf im Norden der Insel, das durch seine Lage?am Meer und den Hafen eine ruhige, fast entschleunigte Atmosph?re ausstrahlt. Ebenfalls sehr?eindrucksvoll war der Mirador del Balc¨®n, von dem aus man bei guter Sicht bis nach Teneriffa blicken?kann. Besonders abends entfaltet dieser Ort eine besondere Stimmung.?Mein pers?nliches Highlight war jedoch der Playa de G¨¹i G¨¹i. Der Strand liegt sehr abgelegen im?S¨¹dwesten der Insel und ist nur ¨¹ber eine etwa zweist¨¹ndige Wanderung ¨¹ber eine Bergkette?erreichbar. Auch wenn das ?bernachten dort offiziell nicht erlaubt ist, wird es dennoch h?ufig
praktiziert. Die Kombination aus Anstrengung, Abgeschiedenheit und Landschaft hat diesen Ort f¨¹r?mich einzigartig gemacht.
Weitere sehenswerte Naturorte sind Los Azulejos, farblich au?ergew?hnliche Felsformationen mit?nat¨¹rlichen Pools, die sich vor allem in den Wintermonaten mit Wasser f¨¹llen, sowie die D¨¹nen von?Maspalomas im S¨¹den der Insel. Letztere sind zwar beeindruckend, meiner Meinung nach reicht?jedoch ein einmaliger Besuch aus, da der S¨¹den insgesamt sehr touristisch gepr?gt ist. Deutlich?ruhiger und naturn?her empfand ich den Naturpark Tamadaba, wo sich beeindruckende?Berglandschaften mit weitl?ufigen Pinienw?ldern abwechseln und zahlreiche Wanderrouten zur?Verf¨¹gung stehen. Manchmal sieht man dort auch Schafe.?Auch kleinere Orte haben sich f¨¹r mich als lohnenswerte Ausflugsziele erwiesen. Teror ist vor allem?sonntags aufgrund des Wochenmarkts einen Besuch wert und bietet in der Umgebung sch?ne?Wanderstrecken. Moya habe ich besonders wegen der gr¨¹nen Landschaft und der sch?nen?Rollerstrecken gesch?tzt.


Im Alltag habe ich viel Zeit im Stadtteil Alcaravaneras verbracht ¨C zum Schwimmen im Meer oder f¨¹r?spontane Treffen zum Tapas-Essen. Typische Getr?nke wie Bonbon oder Leche y Leche sollte man?unbedingt probieren. Auch kulinarisch lohnt es sich, neugierig zu sein: Verschiedene B?ckereien bieten?hochwertige leckere Backwaren, und gelegentlich habe ich auch Too Good To Go-T¨¹ten genutzt. Die?Bar Madrile?a war f¨¹r uns eine feste Adresse f¨¹r Tapas; besonders empfehlenswert ist dort der Queso?Frito. Generell lohnt es sich, lokale Feste im Blick zu behalten, da auf der Insel sehr viel gefeiert wird.?Wer zeitlich flexibel ist, sollte ¨¹berlegen, bis zum Karneval zu bleiben.?Dank der Bonificaci¨®n de Viajes hatte ich zudem die M?glichkeit, weitere kanarische Inseln zu?besuchen, darunter Lanzarote, Teneriffa und Fuerteventura. Obwohl alle Inseln vulkanischen?Ursprungs sind, unterscheiden sie sich deutlich in Landschaft, Atmosph?re und Nutzung. Jede Insel?hatte ihren eigenen Charakter, weshalb ich unbedingt empfehle, w?hrend des Aufenthalts mehrere?Inseln zu bereisen.

Allgemeines

Es empfiehlt sich, so fr¨¹h wie m?glich die NIE zu beantragen und im Anschluss das Empadronamiento. Dabei unterst¨¹tzt die Schule aktiv. Mit diesen Dokumenten gilt man offiziell als Einwohnerin und erh?lt deutliche Verg¨¹nstigungen, insbesondere auf Fl¨¹ge und F?hrverbindungen. Allerdings bewegt sich dies auf den Kanaren teilweise in einer Grauzone: Bei einigen Praktikantinnen funktionierte die Anerkennung nicht zuverl?ssig, sodass trotz Empadronamiento der Normalpreis gezahlt werden musste. In solchen F?llen l?sst sich dies im Nachhinein leider nicht korrigieren, da auf der NIE weiterhin ?no residente¡° vermerkt ist. F¨¹r verg¨¹nstigtes Reisen wird zus?tzlich die Bonificaci¨®n de Viajes ben?tigt, die nach Ausstellung der Dokumente unkompliziert heruntergeladen werden kann. Die Gesamtkosten f¨¹r NIE und Empadronamiento belaufen sich auf etwa 15 €, der organisatorische Aufwand ist zwar nicht zu untersch?tzen, hat sich f¨¹r mich r¨¹ckblickend jedoch klar gelohnt. Nach dem Empadronamiento besteht au?erdem die M?glichkeit, f¨¹r ca. 15 € online die Guagua Joven zu beantragen. Mit dieser Buskarte kann man auf der gesamten Insel unbegrenzt und kostenfrei Bus fahren, was den Alltag erheblich erleichtert.?

Eine spanische Telefonnummer wird ausschlie?lich f¨¹r die Beantragung des Empadronamientos ben?tigt. F¨¹r den restlichen Aufenthalt ist sie nicht zwingend erforderlich, daher habe ich einfach eine Lehrkraft gefragt. Einige Praktikant*innen entschieden sich f¨¹r zus?tzliche mobile Daten. Auch ich habe?festgestellt, dass ausreichend mobiles Internet sehr wichtig ist, da private Ger?te keinen Zugang zum?Schul-WLAN haben. Mit meinen 17 GB aus dem deutschen Vertrag kam ich gerade so aus. Insbesondere
beim Herunterladen von Unterrichtsmaterialien wurde das Datenvolumen schnell knapp.

Ein pers?nlicher Punkt, den ich r¨¹ckblickend gern anders angegangen w?re, betrifft meine?Spanischkenntnisse. F¨¹r einfache Alltagsgespr?che reichte mein Spanisch aus, dennoch h?tte ich die?Sprache gern sicherer und flexibler genutzt. Ein begleitender Sprachkurs w?hrend des Praktikums h?tte?mir geholfen, das viele Deutsch-Sprechen auszugleichen und mich sprachlich weiterzuentwickeln.

Viele weitere Eindr¨¹cke sind in folgendem?Erfahrungsberichtpdf,?499?kb zu finden.