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Meldung vom: | Verfasser/in: Volker Hahn
Das H?ren von einminütigen Tonaufnahmen aus W?ldern wirkt sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen aus, insbesondere wenn die Aufnahmen aus heimischen W?ldern stammen. Dies ist das Ergebnis einer Studie unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversit?tsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der Friedrich-Schiller-Universit?t Jena, der Universit?t Leipzig, der Martin-Luther-Universit?t Halle-Wittenberg und der Universit?t Freiburg. Die in Deutschland lebenden Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer empfanden die Naturger?usche als beeindruckender und erholsamer, wenn diese aus heimischen W?ldern stammten statt aus den Tropen. Dagegen zeigte die zu h?rende Zahl von Tierarten nur geringe Wirkung. Die Studie wurde im Journal of Environmental Psychology ver?ffentlicht.
Wir fühlen uns oft besser, wenn wir im Wald spazieren gehen oder Zeit im Freien verbringen. Es ist jedoch nicht klar, ob und wie die Vielfalt von Arten zu unserem Wohlbefinden beitr?gt. Bislang sind die Forschungsergebnisse uneindeutig, insbesondere in Bezug auf das H?ren von Biodiversit?t. Fühlen sich Menschen in W?ldern mit mehr Vogel- und Insektenger?uschen wohler? Spielt es eine Rolle, ob diese Kl?nge aus vertrauten, heimischen W?ldern stammen oder aus fernen Gegenden?
Ger?usche spielen eine gro?e Rolle, wie wir Natur und Biodiversit?t erleben
?Ger?usche spielen eine gro?e Rolle, wie wir Natur und Biodiversit?t erleben – zum Beispiel Vogelgesang, wenn man im Wald spazieren geht?, sagt Co-Erstautor Kevin Rozario, Doktorand bei iDiv, UFZ und der Universit?t Jena. ?Wir wissen jedoch noch nicht wirklich, wie sich die Vielfalt und Komplexit?t von Ger?uschen auf das menschliche Gemüt auswirken oder warum manche Kl?nge vielleicht st?rker wirken als andere.?
Um diese Fragen zu kl?ren, führten die Forscherinnen und Forscher ein Experiment mit 195 Studierenden in Deutschland durch. Die teilnehmenden Personen h?rten einminütige Audioaufnahmen von W?ldern, die sich in zweierlei Hinsicht unterschieden:
- ob wenige oder viele Tierarten zu h?ren waren und
- ob die Aufnahmen aus heimischen oder tropischen W?ldern stammten
Jede Person h?rte sich zwei Tonaufnahmen an und beantwortete davor und danach Fragen dazu, wie sie sich fühlte, wie gestresst sie war und wie gut sie sich konzentrieren konnte. Au?erdem bewertete sie, wie angenehm und vertraut ihr die Ger?usche erschienen, und sch?tzten, wie viele verschiedene Tiere sie h?ren konnten. So konnten die Forscherinnen und Forscher beurteilen, wie vertraut sich das Ger?usch anfühlte, und die Wirkung der objektiv zu h?renden Artenzahl mit dem vergleichen, was die Personen subjektiv zu h?ren glaubten, also der empfundenen Artenvielfalt.
Die positivste Wirkung erzielten vertraute Ger?usche
Insgesamt führte das blo?e Anh?ren von einminütigen Waldger?uschen über Kopfh?rer zu gr??erem Wohlbefinden: Die Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer berichteten von positiveren Emotionen, besserer Konzentration und weniger Stress. Die positivste Wirkung erzielten jedoch vertraute Ger?usche: Tonaufnahmen aus heimischen W?ldern wurden als angenehmer und erholsamer empfunden und l?sten zudem ein st?rkeres Gefühl ?staunender Ehrfurcht? aus als Ger?usche aus tropischen W?ldern.
Eine gr??ere Vielfalt an zu h?renden Tierarten half nur in einigen F?llen – zum Beispiel verst?rkte sie das Gefühl von ?staunender Ehrfurcht?, wenn die Menschen Aufnahmen aus heimischen W?ldern h?rten. Wichtiger war, was die teilnehmenden Personen subjektiv wahrnahmen: Wenn sie glaubten, viele Tierarten zu h?ren, fühlten sie sich insgesamt besser. Im Gegensatz dazu konnten Ger?usche, die komplex wirkten, aber nicht eindeutig mit Tieren in Verbindung gebracht wurden, positive Gefühle sogar verringern.
?Unsere Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur auf die Artenzahl ankommt?, sagt Letztautorin Prof. Aletta Bonn, Forschungsgruppenleiterin beim UFZ, iDiv und der Universit?t Jena. ?Kl?nge, die Menschen an vertraute W?lder erinnern, wie zum Beispiel die V?gel in der N?he ihres Zuhauses, scheinen eine viel st?rkere Wirkung zu haben. Unsere Studie liefert faszinierende Einblicke in die komplexen Zusammenh?nge zwischen Biodiversit?t und psychischem Wohlbefinden.?
Original-Publikation:
Romero, A.G.C., Rozario, K., Marselle, M., Oh, R.R.Y., Müller, S., Arránz Becker, O., Schr?ger, E., Meemken, M.-T., Scherer-Lorenzen, M., Bonn, A. (2026). When nature sounds like home: Mental wellbeing effects of acoustic diversity differ for local and non-local forest soundscapes. Journal of Environmental Psychology, Volume 111. DOI: 10.1016/j.jenvp.2026.103007Externer Link
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Aletta Bonn, Univ.-Prof. Dr.
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