- Michigan State University
Meldung vom:
Tony, Lehramt Gymnasium Englisch und Kunst
Vorbereitung & Organisation
Da ich unbedingt w?hrend meines Studiums noch eine Weile im englischsprachigen Raum verbringen wollte, stand für mich schon l?nger fest, dass ich gerne ein Auslandssemester machen m?chte.
Winter auf dem Campus
Foto: Tony, Uni JenaSo habe ich mich im Herbst 2024 über das 欧洲杯投注地址_明升体育-竞彩足球比分推荐 Office für einen Platz und Kanada und den USA beworben. Das hei?t die Bewerbungsphase hat bereits ein dreiviertel Jahr vor meiner tats?chlichen Abreise begonnen. Wenn es einen reizt, im Studium ein Auslandssemester zu absolvieren kann man also nicht früh genug beginnen, sich Gedanken darüber zu machen! Im Januar 2025 habe ich dann vom 欧洲杯投注地址_明升体育-竞彩足球比分推荐 Office die Zusage für die Michigan State University (MSU) erhalten, woraufhin die Vorbereitung so richtig losging. Es folgte im Frühjahr das Sammeln weiterer Unterlagen (Englischtest, etc.) um eine weitere Bewerbung an die MSU selbst zu schicken. Sobald ich auch diese Zusage erhalten hatte, habe ich begonnen, mich um mein J1 Visum, Flüge, Student Housing etc. zu kümmern. Hier ist nicht zu untersch?tzen wieviel Zeit das Ganze in Anspruch nimmt – man sollte es also auf keinen Fall vertr?deln! Auch der finanzielle Aspekt ist nicht zu untersch?tzen, sowohl Visum, als auch Flüge etc. sind natürlich kostspielig – au?erdem muss man einen Finanznachweis vorlegen, um das Semester an der MSU antreten zu k?nnen. Zuletzt folgte noch die Wahl meiner Kurse – da ich bereits am Ende meines Studiums stehe und mir nur noch bestimmte Kurse fehlten, verlie? ich mich hierbei auf die Hilfe meines Studienfachberaters. Dank der riesigen Kursauswahl an der MSU war es aber letztendlich kein Problem die passenden Kurse für beide meiner F?cher zu finden.
Ankommen
Als all die Vorbereitung dann geschafft war, stand in August schlie?lich mein Flug nach Detroit bevor. Nachdem der Bus mich vollends nach East Lansing gebracht hatte, bestanden die ersten Tage erstmal daraus, sich zu orientieren und die anderen 欧洲杯投注地址_明升体育-竞彩足球比分推荐s kennenzulernen. Im Nachhinein habe ich bereits in diesen Tagen Freundschaften geschlossen, die meine gesamte Zeit an der MSU pr?gten. Besonders sch?n war auch, dass ich vieles gemeinsam mit meinem Roommate zusammen entdecken konnte, sie kam aus Irland und war ebenfalls nur für ein Semester an der MSU. Wir haben uns von Anfang an richtig gut verstanden und auch wenn ich mir vorerst nur schwer vorstellen konnte, wie es wohl sein würde sich dauerhaft ein Zimmer zu teilen, war ich im Nachhinein sehr froh in einem Dorm gewohnt zu haben. Nicht nur, weil das für ein Semester und ohne Auto wohl die unkomplizierteste L?sung war, sondern auch, weil sich daraus eine sehr besondere Freundschaft entwickelt hat.
Footballspiel
Foto: Tony, Uni JenaFreizeit & Studium
Dadurch, dass ich in einem Dorm gewohnt habe, war ich verpflichtet den Dining Plan für das Semester dazu zu kaufen. Auch wenn ich es zwischenzeitlich schon sehr vermisst habe selbst zu kochen, hat es auch irgendwie zur amerikanischen College Erfahrung dazugeh?rt. Mit dem Dining Plan konnte man sich mit den sogenannten ?Combos“ auch kleine Snacks oder mal einen Kaffee bei Starbucks auf dem Campus holen – hungrig war man also definitiv nie! Auch was die Freizeitgestaltung anbelangte, spielte sich viel auf dem Campus ab – am Wochenende ging ich oft mit Freunden zu den verschiedenen Sportveranstaltungen – die Atmosph?re dort war wirklich was ganz Neues für mich. Ich würde auf jeden Fall empfehlen das breit gef?cherte Angebot auf dem Campus wahrzunehmen und wenn m?glich auch ein oder zwei Clubs beizutreten. Hier gibt es von politischen Clubs über Kreatives bis zu verschiedensten Sportarten ein riesiges Angebot und es ist die perfekte M?glichkeit neue Leute mit ?hnlichen Interessen kennenzulernen. Vielen Clubs kann man einfach ohne Gebühren oder sonstiges beitreten, bei ein paar sehr beliebten Sportclubs (wie in meinem Fall Volleyball und Tennis) muss man allerdings einen Tryout-Prozess überstehen und Gebühren zahlen. Doch auch dies lohnt sich definitiv – im besten Falle hat man sogar die M?glichkeit mit dem Team zu mehrt?gigen Turnieren zu reisen, was eine ganz besondere Erfahrung ist!
Chicgao Trip
Foto: Tony, Uni JenaInsgesamt würde ich auf jeden Fall sagen, dass es gutgetan hat, am Wochenende ein paar Trips zu unternehmen, sonst kann einem manchmal auf dem Campus (auch wenn dieser riesig ist) ohne Auto ein bisschen die Decke auf den Kopf fallen. Besonders Chicago ist auf jeden Fall einen Trip wert und direkt vom Campus aus mit dem Zug erreichbar. Wer ein bisschen weiter weg m?chte, kann mit ein wenig Glück auch recht günstig von Detroit aus fliegen – ich konnte so über die Fall Break ein paar Tage nach New York und über Thanksgiving meinen Bruder an der West Coast besuchen. Bei meinem Flug an die West Coast sind mir mal wieder die unglaublichen Dimensionen der USA bewusst geworden, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich h?tte inzwischen des unglaublich kalten Winters in Michigan nicht ein paar Tage Sonne sehr genossen.
Das Studium in den USA unterscheidet sich auch abseits der Freizeitgestaltung in vielen Teilen von dem in Deutschland. Es war auf jeden Fall spannend, so ein anderes System kennenzulernen. Im Gegensatz zu Deutschland hatte ich deutlich mehr Abgaben und kleine Exams oder Quizzes über das Semester hinweg; und auch, dass Anwesenheit als Teil der Note gez?hlt wird, kannte ich so aus meinem Studium zuvor eher nicht. Dies hatte aber den Vorteil, dass zum Ende des Semesters nicht so viel Druck auf einer einzigen Prüfung lag und wer über das Semester ein bisschen am Ball blieb in der Regel auch dafür belohnt wurde. Als sehr besonders habe ich auch den Umgang zwischen Dozierenden und Studierenden wahrgenommen, man begegnete sich stets auf Augenh?he und auch das eine oder andere Gespr?ch vor oder nach der Stunde, das über den Kursinhalt hinaus ging war keine Seltenheit. So würde ich behaupten, dass man in den verschiedenen Kursen stets ein bisschen an die Hand genommen wurde und die Dozierenden sich auch keinem kleinen Extra-Aufwand zu schade waren. Auch was organisatorische Dinge anbelangt, konnte ich mich wirklich jederzeit auf sowohl das Büro an der MSU, als auch das der FSU Jena verlassen!