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Meldung vom: | Verfasser/in: Stephan Laudien
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Sie sind schwanger und ern?hren sich vegetarisch oder vegan? Sie verzehren mindestens einmal im Monat Fisch und verzichten auf Fleisch oder Wurst und geh?ren demnach zu den Pescetariern? Oder essen Sie beinahe t?glich Fleisch und Wurst? Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) untersucht gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universit?t Jena die N?hrstoffversorgung w?hrend Schwangerschaft und Stillzeit. Dafür suchen die Studienteams in Jena und Berlin Schwangere ab dem 3. Trimester, die seit mindestens einem Jahr vor Beginn der Schwangerschaft eine der genannten Ern?hrungsformen umgesetzt haben bzw. aktuell umsetzen.
Auswirkungen pflanzenbetonter Ern?hrung sind noch wenig erforscht ?
?Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittelgruppen kann mit einem Mangel an N?hrstoffen einhergehen?, sagt Dr. Christine Dawczynski, die Leiterin der COPLANT-Studie an der Universit?t Jena. Ziel des Moduls ?Schwangerschaft und Stillzeit? sei es deshalb, kritische N?hrstoffe für jede Ern?hrungsform in diesen sensiblen Lebensphasen zu identifizieren, um darauf aufbauend individuelle Empfehlungen abzuleiten, die eine bedarfsgerechte Zufuhr aller N?hrstoffe erm?glichen.
Den Hintergrund erl?utert Prof. Dr. Cornelia Weikert, Leiterin der Studie am BfR: ?Ob vegan, vegetarisch, pescetarisch oder Mischkost – die Ern?hrung ist heute vielf?ltiger denn je. Noch wissen wir wenig darüber, wie sich die pflanzenbetonte Ern?hrung von werdenden Müttern auf die Entwicklung ihrer Kinder auswirkt.? ?
Mehrere Untersuchungstermine dienen der Erhebung von Gesundheitsdaten
Das Untersuchungsprogramm besteht aus fünf Terminen w?hrend der ersten zwei Lebensjahre des Kindes. Die Datenerhebung beginnt mit zwei Terminen innerhalb der Schwangerschaft (ca. 30. und ca. 35. Schwangerschaftswoche). Erhoben werden umfangreiche Daten der werdenden Mutter zu Ern?hrungsgewohnheiten sowie zum N?hrstoff- und Gesundheitsstatus. Zur Geburt wird die Plazenta gesammelt, um darin u. a. die Fetts?urenverteilung zu analysieren und Zusammenh?nge zwischen der Versorgung der Mutter und ihrem ungeborenen Kind mit diesen wichtigen N?hrstoffen herzustellen.
Folgeuntersuchungen sind um den 3./4. Lebensmonat des Kindes sowie zum 2. Geburtstag vorgesehen. Hier werden erneut Bioproben der Mutter gesammelt (Muttermilch, Blut, Urin, Stuhl) und umfangreiche Daten zu den Ern?hrungsgewohnheiten von Mutter und Kind erhoben. Zus?tzlich sollen eine Stuhlprobe und eine Urinprobe des Kindes abgegeben werden. Weitere Daten des Nachwuchses werden dem Kinderuntersuchungsheft entnommen. Um den ersten Geburtstag des Kindes sollen au?erdem per Online-Fragebogen Informationen zur Ern?hrung von Mutter und Kind, dem Gesundheitszustand sowie zur Entwicklung des Kindes erfasst werden.
Ein wichtiger Beitrag für die Forschung?
Jede Teilnehmerin sei wichtig, sagt Dr. Christine Dawczynski. ?Wer teilnimmt, leistet einen wichtigen Beitrag für die Forschung auf dem Gebiet der pflanzenbasierten Ern?hrung!? Zudem erh?lt jede Teilnehmerin Informationen zum eigenen Gesundheitszustand und zur Gesundheit des Kindes. Wer sich für die Teilnahme an der Studie interessiert, kann sich ans Studienzentrum des Instituts für Ern?hrungswissenschaften wenden: Tel. 03641 949656, E-Mail?coplant@uni-jena.de
Hintergrund: Die COPLANT-Studie ist die bisher gr??te Studie zur pflanzenbasierten Ern?hrung im deutschsprachigen Raum. COPLANT (COhort on PLANT-based diets) ist ein Projekt des Bundesinstituts für Risikobewertung, des Max Rubner-Instituts, des Forschungsinstituts für pflanzenbasierte Ern?hrung und der Universit?ten Jena, Bonn, Heidelberg, Regensburg und Wien. Für das Thema Nachhaltigkeit wird das Thünen-Institut eingebunden. Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ern?hrung und Heimat. ?